Hubert Aiwanger besucht Bayerns größte PV-Anlage in Berg im Gau

Bayerischer Wirtschaftsminister besichtigt 120 MW Solarpark Schornhof von Anumar

11.08.2021

Der Klimawandel rückt gerade vor dem Hintergrund der Überschwemmungen im Westen Deutschlands weiter in den Vordergrund. Bis 2050 soll Deutschland komplett klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, soll in den nächsten Jahren bedeutend in den Ausbau regenerativer Energiequellen investiert werden.

In Anbetracht dieser bevorstehenden Entwicklung besichtigt der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 28.07. Bayerns größten Solarpark in der Gemeinde Berg im Gau, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Der Solarpark befindet sich aktuell im letzten Bauabschnitt und wird vom Ingolstädter Solarunternehmen Anumar errichtet und anschließend über die gesamte Laufzeit betrieben.

Mit einer Leistung von 120 MWp und einem eigenen Umspannwerk wird er jährlich bilanziell Strom für etwa 21.500 Haushalte produzieren und 73.000 Tonnen CO2 einsparen. Außerdem ist der PV-Park auf Moorgrund errichtet und durch die extensive landwirtschaftliche Nutzung sowie die Bewässerung der Flächen, wird die weitere Absenkung des Moores verhindert. Der Strom des bayerischen Leuchtturmprojektes wird über ein PPA mit dem norwegischen Energieversorger Statkraft vermarktet, der damit unter anderem die Naturstrom AG und die Daimler AG versorgt. „Der Stromliefervertrag beweist, dass Strom aus einem Solarpark mit Gestehungskosten von unter 5 ct/kWh auch ohne Förderung rentabel und absolut wettbewerbsfähig ist“, äußert sich Anumar Geschäftsführer Andreas Klier zum Solarpark.  

Auch Hubert Aiwanger, der der Einladung von Bürgermeister Helmut Roßkopf zur Solarpark-Besichtigung folgte, zeigt sich beeindruckt von der PV-Anlage: „Die Energiewende geschieht in unseren Städten und Gemeinden. Die Erfahrung zeigt: Wenn durch erneuerbare Energien auch regionale Wertschöpfung wie Gewerbesteuereinnahme vor Ort geschaffen wird, ist die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die Infrastruktur groß. Hier in Berg im Gau profitiert die Gemeinde unmittelbar durch die Gewerbesteuereinnahmen vom Solarpark. Auch die freilebende Tierwelt profitiert von PV-Freiflächen. Der Zaun ist rund 40 cm vom Boden entfernt, Tiere können in den eingezäunten Flächen in Ruhe vor menschlicher Störung einen neuen Lebensraum finden. Außerdem entwickeln sich Wildkräuter und Pflanzengesellschaften, die es bei anderer Nutzung hier nicht gäbe.“

Als Zeichen für den Fortschritt der bayerischen Klimaziele brachten Hubert Aiwanger und Helmut Roßkopf gemeinsam das letzte Modul der PV-Anlage an.

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